Migräne: Symptome, Aura, Ursachen und Behandlung
- Dr. med. Helen Zeytountchian Tensen

- 25. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Die Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die im Nervensystem entsteht und häufig mit wiederkehrenden, starken Kopfschmerzen verbunden ist.
Migräne kann die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Viele Betroffene leiden unter starken Schmerzen, Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit.

Die gute Nachricht: Es gibt heute wirksame Behandlungsmöglichkeiten, sowohl für den akuten Migräneanfall als auch zur Vorbeugung von Migräneattacken. Ziel ist es, Migräneattacken zu reduzieren, Schmerzen zu lindern und Ihre Lebensqualität zu verbessern.
Woran erkenne ich eine Migräne?
Typische Migräne-Symptome sind:
starke, meist einseitige Kopfschmerzen
Übelkeit und/oder Erbrechen
Lichtempfindlichkeit (Photophobie)
Lärmempfindlichkeit
ausgeprägtes Ruhebedürfnis, oft mit Rückzug in einen dunklen Raum
Bei manchen Menschen treten zusätzlich neurologische Symptome vor dem Kopfschmerz auf - eine sogenannte Aura.
Was ist eine Migräne mit Aura?
Bei etwa 20–30 % der Betroffenen tritt eine Migräne mit Aura auf.
Eine Aura ist ein vorübergehendes neurologisches Symptom, das vor oder während eines Migräneanfalls auftreten kann.
Dabei kann es zu Beschwerden kommen, die teilweise an einen Schlaganfall erinnern, sich aber normalerweise innerhalb von Minuten vollständig zurückbilden.

Was passiert bei einer Aura?
Die Aura entsteht vermutlich durch eine vorübergehende Veränderung der Aktivität von Nervenzellen im Gehirn.
Diese Aktivitätsveränderung breitet sich langsam über die Hirnrinde aus und führt kurzfristig zu Funktionsstörungen bestimmter Hirnareale - zum Beispiel in Bereichen für Sehen, Sprache oder Gefühl.
Was sind typische Symptome einer Migräne-Aura?
Die Beschwerden entwickeln sich meist allmählich innerhalb von 5-20 Minuten und dauern meist weniger als 60 Minuten.
Häufige Sehstörungen
flimmernde oder blinkende Lichter
Zickzack-Linien
blinde Flecken im Gesichtsfeld
verschwommenes Sehen
Gefühlsstörungen
Kribbeln oder „Ameisenlaufen“ in Hand, Arm oder Gesicht
Taubheitsgefühl
Sprachstörungen
Schwierigkeiten, Wörter zu finden
verwaschene Sprache
Seltene Symptome
Schwindel
Schwäche in einem Arm oder Bein
Was sind typische Symptome einer Migräne?
Neben einer möglichen Aura treten häufig folgende Beschwerden auf:
meist einseitige, pulsierende Kopfschmerzen
Übelkeit oder Erbrechen
Licht- und Geräuschempfindlichkeit
Verschlechterung bei körperlicher Aktivität
Wie läuft eine Migräne-Attacke ab?
Ein Migräneanfall kann in mehreren Phasen verlaufen. Nicht jede Migräne verläuft jedoch gleich.
1. Vorbotenphase
Mögliche erste Anzeichen:
Müdigkeit
Stimmungsschwankungen
Konzentrationsprobleme
Heißhunger
2. Aura (bei manchen Betroffenen)
Beispielsweise Sehstörungen oder Gefühlsstörungen.
3. Kopfschmerzphase
starke, meist einseitige Kopfschmerzen
oft begleitet von Übelkeit oder Erbrechen
Dauer: mehrere Stunden bis zu mehreren Tagen
4. Erholungsphase
Nach der Attacke fühlen sich viele Betroffene:
erschöpft
müde
weniger belastbar
Was löst Migräne aus? Häufige Migräne-Trigger
Migräne kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Häufige Migräne-Trigger sind:
Stress oder Stressabbau („Wochenend-Migräne“)
Schlafmangel oder unregelmäßiger Schlaf
hormonelle Schwankungen
bestimmte Nahrungsmittel (z. B. Alkohol, Käse oder Glutamat)
Wetterwechsel
Ein Kopfschmerztagebuch kann helfen, persönliche Auslöser zu erkennen.
Wie wird Migräne diagnostiziert?
Die Diagnose der Migräne basiert vor allem auf einem ausführlichen ärztlichen Gespräch (Anamnese). Dabei werden unter anderem besprochen:
Art der Kopfschmerzen
Dauer und Intensität der Schmerzen
Begleitsymptome
mögliche Auslöser
Häufigkeit der Attacken
In den meisten Fällen sind keine aufwendigen Untersuchungen notwendig.
Eine Bildgebung wie ein MRT des Kopfes wird meist nur durchgeführt, wenn:
Beschwerden untypisch sind
neurologische Auffälligkeiten bei der Untersuchung festgestellt werden
Wie wird Migräne behandelt?
Akute Behandlung eines Migräneanfalls
Je nach Stärke der Beschwerden kommen infrage:
Schmerzmittel
spezielle Migräne-Medikamente (sogenannte Triptane)
Medikamente gegen Übelkeit
Wichtig: Schmerzmittel sollten nicht zu häufig eingenommen werden.
Als Faustregel gilt maximal 8-10 Einnahmetage pro Monat. Eine häufigere Einnahme kann zu einem medikamenteninduzierten Kopfschmerz führen.
Vorbeugung: Migräne-Prophylaxe
Bei häufigen oder schweren Attacken kann eine Migräne-Prophylaxe sinnvoll sein.
Mögliche Maßnahmen sind:
medikamentöse Vorbeugung
Akupunktur ("Im Vergleich mit der vorbeugenden Medikamentengabe sind die Ergebnisse der Akupunktur gleichwertig, etwa bei der Anzahl von Migräneanfällen, und zum Teil besser, etwa bei der Stärke der Kopfschmerzen. Zudem berichten Patienten von weniger Nebenwirkungen bei der Behandlung." Artikel aus dem Ärzteblatt "Akupunktur kann Migräneanfälle vorbeugen", 18.10.2023)
Entspannungsverfahren (z. B. Qi Gong)
Anpassung von Lebensstil und Auslösern/Trigger
Ganzheitlicher Ansatz bei Migräne
Migräne entsteht häufig durch mehrere Faktoren gleichzeitig. Dazu gehören:
Stressbelastung
Schlafverhalten
hormonelle Einflüsse
psychosoziale Faktoren
Ein ganzheitlicher Therapieansatz berücksichtigt daher sowohl medizinische als auch Lebensstil-Faktoren.
Was kann ich selbst bei Migräne tun?
Viele Betroffene können durch einfache Maßnahmen ihre Migräne positiv beeinflussen:
regelmäßiger Tagesrhythmus
ausreichend Schlaf
regelmäßige Mahlzeiten
ausreichend trinken (ca. 1,5 Liter täglich)
Stress reduzieren
Ausdauersport
Entspannungstechniken
Diese Maßnahmen können helfen, Migräneattacken zu reduzieren.
Wann sollte ich bei Kopfschmerzen sofort zum Arzt?
Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn folgende Symptome auftreten:
plötzlich auftretende sehr starke Kopfschmerzen
neuartige oder ungewöhnliche Beschwerden
anhaltende Lähmungen
anhaltende Sprachstörungen
Fieber und Nackensteife
Diese Symptome können auch auf andere Erkrankungen hinweisen und sollten so schnell wie möglich medizinisch abgeklärt werden.
Wenn Sie unter wiederkehrenden Kopfschmerzen oder Migräneattacken leiden, empfehle ich Ihnen eine neurologische Abklärung.
Mein Name ist Dr. Helen Zeytountchian Tensen. Ich bin Neurologin und in meiner Praxis für ganzheitliche Medizin biete ich Ihnen eine:

umfassende Migränediagnostik
individuelle Therapieplanung
akute und vorbeugende Migränebehandlung
ganzheitliche Therapieansätze wie Akupunktur zur Prophylaxe (in Studien nachgewiesen s.o.) und Qi Gong an
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Vereinbaren Sie gerne einen Termin. Ich freue mich auf Sie!

