top of page

Was ist Migräne?

  • helenzeytountchian
  • 25. Feb.
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. März

Migräne: Symptome, Aura, Ursachen und Behandlung


Die Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die im Nervensystem entsteht und häufig mit wiederkehrenden, starken Kopfschmerzen verbunden ist.

Migräne kann die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Viele Betroffene leiden unter starken Schmerzen, Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit.

Die gute Nachricht: Es gibt heute wirksame Behandlungsmöglichkeiten, sowohl für den akuten Migräneanfall als auch zur Vorbeugung von Migräneattacken. Ziel ist es, Migräneattacken zu reduzieren, Schmerzen zu lindern und Ihre Lebensqualität zu verbessern.

 



Woran erkenne ich eine Migräne?

Typische Migräne-Symptome sind:

·       starke, meist einseitige Kopfschmerzen

·       Übelkeit und/oder Erbrechen

·       Lichtempfindlichkeit (Photophobie)

·       Lärmempfindlichkeit

·       ausgeprägtes Ruhebedürfnis, oft mit Rückzug in einen dunklen Raum

Bei manchen Menschen treten zusätzlich neurologische Symptome vor dem Kopfschmerz auf – eine sogenannte Aura.


Was ist eine Migräne mit Aura?

Bei etwa 20–30 % der Betroffenen tritt eine Migräne mit Aura auf.

Eine Aura ist ein vorübergehendes neurologisches Symptom, das vor oder während eines Migräneanfalls auftreten kann.

Dabei kann es zu Beschwerden kommen, die teilweise an einen Schlaganfall erinnern, sich aber normalerweise innerhalb von Minuten vollständig zurückbilden.

Was passiert bei einer Aura?

Die Aura entsteht vermutlich durch eine vorübergehende Veränderung der Aktivität von Nervenzellen im Gehirn.

Diese Aktivitätsveränderung breitet sich langsam über die Hirnrinde aus und führt kurzfristig zu Funktionsstörungen bestimmter Hirnareale – zum Beispiel in Bereichen für Sehen, Sprache oder Gefühl.


Was sind typische Symptome einer Migräne-Aura?

Die Beschwerden entwickeln sich meist allmählich innerhalb von 5–20 Minuten und dauern meist weniger als 60 Minuten.

Häufige Sehstörungen

·       flimmernde oder blinkende Lichter

·       Zickzack-Linien

·       blinde Flecken im Gesichtsfeld

·       verschwommenes Sehen

Gefühlsstörungen

·       Kribbeln oder „Ameisenlaufen“ in Hand, Arm oder Gesicht

·       Taubheitsgefühl

Sprachstörungen

·       Schwierigkeiten, Wörter zu finden

·       verwaschene Sprache

Seltene Symptome

·       Schwindel

·       Schwäche in einem Arm oder Bein


Was sind typische Symptome einer Migräne?

Neben einer möglichen Aura treten häufig folgende Beschwerden auf:

·       meist einseitige, pulsierende Kopfschmerzen

·       Übelkeit oder Erbrechen

·       Licht- und Geräuschempfindlichkeit

·       Verschlechterung bei körperlicher Aktivität


Wie läuft eine Migräne-Attacke ab?

Ein Migräneanfall kann in mehreren Phasen verlaufen. Nicht jede Migräne verläuft jedoch gleich.

1. Vorbotenphase

Mögliche erste Anzeichen:

·       Müdigkeit

·       Stimmungsschwankungen

·       Konzentrationsprobleme

·       Heißhunger

2. Aura (bei manchen Betroffenen)

Beispielsweise Sehstörungen oder Gefühlsstörungen.

3. Kopfschmerzphase

·       starke, meist einseitige Kopfschmerzen

·       oft begleitet von Übelkeit oder Erbrechen

·       Dauer: mehrere Stunden bis zu mehreren Tagen

4. Erholungsphase

Nach der Attacke fühlen sich viele Betroffene:

·       erschöpft

·       müde

·       weniger belastbar


Was löst Migräne aus? Häufige Migräne-Trigger

Migräne kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Häufige Migräne-Trigger sind:

·       Stress oder Stressabbau („Wochenend-Migräne“)

·       Schlafmangel oder unregelmäßiger Schlaf

·       hormonelle Schwankungen

·       bestimmte Nahrungsmittel (z. B. Alkohol, Käse oder Glutamat)

·       Wetterwechsel

Ein Kopfschmerztagebuch kann helfen, persönliche Auslöser zu erkennen.


Wie wird Migräne diagnostiziert?

Die Diagnose der Migräne basiert vor allem auf einem ausführlichen ärztlichen Gespräch (Anamnese).

Dabei werden unter anderem besprochen:

·       Art der Kopfschmerzen

·       Dauer und Intensität der Schmerzen

·       Begleitsymptome

·       mögliche Auslöser

·       Häufigkeit der Attacken

In den meisten Fällen sind keine aufwendigen Untersuchungen notwendig.

Eine Bildgebung wie ein MRT des Kopfes wird meist nur durchgeführt, wenn:

·       Beschwerden untypisch sind

·       neurologische Auffälligkeiten bei der Untersuchung festgestellt werden


Wie wird Migräne behandelt?


Akute Behandlung eines Migräneanfalls

Je nach Stärke der Beschwerden kommen infrage:

·       Schmerzmittel

·       spezielle Migräne-Medikamente (sogenannte Triptane)

·       Medikamente gegen Übelkeit

Wichtig: Schmerzmittel sollten nicht zu häufig eingenommen werden.

Als Faustregel gilt:

·       maximal 8–10 Einnahmetage pro Monat

Eine häufigere Einnahme kann zu einem medikamenteninduzierten Kopfschmerz führen.


Vorbeugung: Migräne-Prophylaxe

Bei häufigen oder schweren Attacken kann eine Migräne-Prophylaxe sinnvoll sein.

Mögliche Maßnahmen:

·       medikamentöse Vorbeugung

·       Akupunktur ("Im Vergleich mit der vorbeugenden Medikamentengabe sind die Ergebnisse der Akupunktur gleichwertig, etwa bei der Anzahl von Migräneanfällen, und zum Teil besser, etwa bei der Stärke der Kopfschmerzen. Zudem berichten Patienten von weniger Nebenwirkungen bei der Behandlung." Artikel Aerzteblatt Akupunktur kann Migräneanfälle vorbeugen vom 18.10.2023 )

·       Entspannungsverfahren (z. B. Qi Gong)

·       Anpassung von Lebensstil und Auslösern/Trigger


Ganzheitlicher Ansatz bei Migräne

Migräne entsteht häufig durch mehrere Faktoren gleichzeitig. Dazu gehören:

·       Stressbelastung

·       Schlafverhalten

·       hormonelle Einflüsse

·       psychosoziale Faktoren

Ein ganzheitlicher Therapieansatz berücksichtigt daher sowohl medizinische als auch Lebensstil-Faktoren.


Was kann ich selbst bei Migräne tun?

Viele Betroffene können durch einfache Maßnahmen ihre Migräne positiv beeinflussen:

·       regelmäßiger Tagesrhythmus

·       ausreichend Schlaf

·       regelmäßige Mahlzeiten

·       ausreichend trinken (ca. 1,5 Liter täglich)

·       Stress reduzieren

·       Ausdauersport

·       Entspannungstechniken

Diese Maßnahmen können helfen, Migräneattacken zu reduzieren.


Wann sollte ich bei Kopfschmerzen sofort zum Arzt?

Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn folgende Symptome auftreten:

·       plötzlich auftretende sehr starke Kopfschmerzen

·       neuartige oder ungewöhnliche Beschwerden

·       anhaltende Lähmungen

·       anhaltende Sprachstörungen

·       Fieber und Nackensteife

Diese Symptome können auch auf andere Erkrankungen hinweisen und sollten so schnell wie möglich medizinisch abgeklärt werden.

 

Wenn Sie unter wiederkehrenden Kopfschmerzen oder Migräneattacken leiden, empfehle ich Ihnen eine neurologische Abklärung.


Mein Name ist Dr. Helen Zeytountchian Tensen. Ich bin Neurologin und in meiner Praxis für ganzheitliche Medizin biete ich Ihnen eine:

·       umfassende Migränediagnostik

·       individuelle Therapieplanung

·       akute und vorbeugende Migränebehandlung

·       ganzheitliche Therapieansätze wie Akupunktur zur Prophylaxe (in Studien nachgewiesen s.o.) und Qi Gong an


Gemeinsam finden wir eine passende Behandlung für Ihre Migräne.


Vereinbaren Sie gerne einen Termin.

Ich freue mich auf Sie!


 
 
 

Kommentare


bottom of page